Wir luden am 14.2.2026 zu einer Diskussionsveranstaltung, bei der wir gemeinsam nachdenken wollten, was das Vorhandensein – oder das Fehlen von muslimischen Bestattungsmöglichkeiten in dieser Stadt bedeutet. Für die Stadt und für jeden einzelnen.
Es gab Erlebnisse von Betroffenen, einen Vortrag und Platz zum Austausch untereinander.
53 Menschen sind zu unserer Aktion in der Spore Initiative gekommen. Und zwei von ihnen haben etwas gesagt, das im Raum geblieben ist:
Nihan Dilek (Deutsche Islam Akademie e.V) hat erzählt, wie es war, als es geklappt hat – als sie ihren Vater hier, in dieser Stadt, nach eigenem Ritus beerdigen konnte. Nicht irgendwo weit weg. Hier. Sie hat erzählt, was dieses „Hier“ bedeutet hat. Eine Erfahrung von Zugehörigkeit. Ein Beweis, dass diese Stadt auch ihre Stadt ist.
Ahmet Sezgin (Aziziyeh Moschee) hat erzählt, dass er gerade sein Testament ändert. Nach Jahrzehnten als Gastarbeiter in Berlin will er hier begraben werden. In dieser Stadt. Er hat entschieden: Ich komme an.
Dr. Nina Kreibig brachte es auf den Punkt: Räume lügen nicht. Sie zeigen uns, wer zählt und wer nicht. Wer entscheidet, wie und wo Menschen in dieser Stadt begraben werden, entscheidet mit, wer als Teil dieser Gesellschaft anerkannt wird. Das ist kein Verwaltungsthema. Das ist eine Machtfrage.

