Schwimmen für einen freien Uferweg in Schöneweide – Bezirksamt kündigt Bebauungsplan an

Mann springt vom Ufer in die Spree

  • Teilnahmerekord bei 5. Schwimm-Demo Schöneweide
  • Bürgerinitiative fordert zügige Umsetzung eines durchgehenden Uferwegs
  • Foto- und Videomaterial zum Download

Unter dem Motto Von der HTW bis zum Kaisersteg – Ufer frei!“ fand am 4. 7. 2026 die fünfte Schwimm-Demo in Schöneweide statt. Insgesamt 212 Teilnehmer*innen sind für einen durchgehenden öffentlichen Uferweg zwischen der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) und dem Kaisersteg geschwommen und haben demonstriert. Anwohner*innen, Student*innen der HTW und Berliner*innen sind rund 550 Meter auf der Spree geschwommen und setzten damit ein sichtbares Zeichen für einen frei zugänglichen Uferweg.

Doch das Ziel der Anstrengungen ist noch nicht erreicht …

„Schwimmen für einen freien Uferweg in Schöneweide – Bezirksamt kündigt Bebauungsplan an“ weiterlesen

Verwoben sein – viele Geschichten an einem Ort

Menschen sitzen im Garten um einen langen Tisch herum

Foto: Katja Neppert

Wir trafen uns am Abend eines dieser extrem heißen Tage Ende Juni auf dem Gelände des ehemaligen St. Thomas Friedhofs.

Eingeladen hatten die Berliner Bürgerplattformen und die Spore Initiative zu einem Austausch von Geschichten, die um die Grünflächen am Tempelhofer Feld kreisen. Wir besuchten das ehemalige NS-Zwangsarbeiterlager der Evangelischen Kirchen und tauschten unsere Geschichten aus rund um den Kampf um muslimische Friedhöfe, The Garden und die noch immer spannungsreiche Zukunft des Tempelhofer Feldes.

Ein Netzwerk- und Zuhörabend, der hoffentlich noch lange nachwirken wird!

„Verwoben sein – viele Geschichten an einem Ort“ weiterlesen

Mitmachaktion für den Naturschutz auf dem muslimischen Friedhof Seestraße

Aktion auf dem muslimischen Graeberfeld seestrasse

Friedhöfe sind wertvolle Lebensräume für viele Pflanzen und Tiere! Wir haben Pflanzen gesetzt, Vogelhäuschen angebracht, Igel-Unterschlüpfe gebaut und Vögel gezählt. So haben wir praktisch die ökologische Vielfalt auf Friedhöfen erfahren. Zugleich machten wir auf ein wichtigesThema aufmerksam: In Berlin fehlt es an muslimischen Friedhöfen. Wir machen uns stark für mehr Raum und Sichtbarkeit für muslimische Bestattungen.

Die gemeinsame Aktion des Naturschutzbunds Berlin und der Berliner Bürgerplattformen wurde unterstützt vom Museum für Naturkunde und der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt.

Organizing Germany Tag 2026

Teilnehmende Comunity Organizing Tag im Gespräch

Es war ein Wochenende geprägt von lebendigem Austausch, Teilen von Erfahrungen und Ideen für die Zukunft des Community Organizing in Deutschland unter vielen Aktiven der Bürgerplattformen aus Köln, Duisburg, Koblenz und Berlin, Studierenden und Netzwerkpartnerinnen und Partnern.

Unter dem Motto „Menschen organisieren – Zukunft gewinnen“ luden am 24. – 26. April 2026 das Deutsche Institut für Community Organizing (DICO) der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB) und Organizing Germany zu einer Community Organizing Konferenz in Berlin-Karlshorst ein.

Wir hatten viel Spaß, bekamen viele neue Impulse und lernten neue Menschen kennen. Im kommenden Jahr tagen wir in Koblenz …

Macht verstehen mit Elke Breitenbach

Gespräch Elke Breitenbach zum Thema Macht verstehen

Elke Breitenbach war 2016 bis 2021 Sozialsenatorin für Berlin und engagiert sich weiter für viele Themen, die für uns wichtig sind. Am Freitagabend hatten wir Gelegenheit, sie im Café der Martin-Luther-Kirche zu den Hintergründen der Arbeit als politische Entscheidungsträgerin in Senat und Abgeordnetenhaus zu befragen.

Thema war z.B. ihre Haltung zu Macht, die Einschützung der Präsenz der AfD in Parlament und Politik sowie die Bedeutung der Zivilgesellschaft. Uns als Aktiven der Berliner Bürgerplattformen gab sie mit: „Menschen können mehr gestalten als nur alle fünf Jahre wählen. Viele Bewohner der Stadt haben kein Wahlrecht. Doch nur Zuschauen ist keine gute Lösung. Wir brauchenZusammenschlüsse, wo Menschen auch ungeachtet ihres Status‘ mitgestalten, mitreden und Lösungen entwickeln.“

Frau Breitenbach betonte, wie wichtig unsere Arbeit in den Gruppen aber besonders als Bürgerplattform ist.
„Poilitik braucht den Dialog mit der Stadtgesellschaft. Nur gemeinsam können wir Dinge verändern. Dafür habt ihr alle meine Anerkennung.“

Foto: Alexander Thamm

Unsere Stadt – Unsere Friedhöfe

Veranstaltung zum Muslimischen Gräberfeldern in Berlin

Wir luden am 14.2.2026 zu einer Diskussionsveranstaltung, bei der wir gemeinsam nachdenken wollten, was das Vorhandensein – oder das Fehlen von muslimischen Bestattungsmöglichkeiten in dieser Stadt bedeutet. Für die Stadt und für jeden einzelnen.
Es gab Erlebnisse von Betroffenen, einen Vortrag und Platz zum Austausch untereinander.

53 Menschen sind zu unserer Aktion in der Spore Initiative gekommen. Und zwei von ihnen haben etwas gesagt, das im Raum geblieben ist:

„Unsere Stadt – Unsere Friedhöfe“ weiterlesen

Macht verstehen mit Aydan Özoğuz

Was ist Macht? Wann fühlt man sich ohnmächtig? Wie kann man als Zivilgesellschaft mit Politik (ver-)handeln?

Am 26. November 2025 haben wir als Vertreter:innen der Berliner Bürgerplattformen die Bundestagsabgeordnete der SPD Aydan Özoğuz, Vorsitzende des Ausschusses Sport und Ehrenamt, treffen dürfen.

Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe „Macht verstehen“ haben wir sie zu Ihren Erfahrungen als Politikerin, als ehem. stellv. Präsidentin desBundestags und auch zu ihrer Zeit als Beauftragte für Migration und Integration befragt. 2001 noch die einzige Abgeordnete mit migrantischer Geschichte in der Hamburger Bürgerschaft hat Aydan Özoğuz viel erreicht und erlebt.

In den 1,5 Stunden war Zeit für viele Themen, die unsere Gruppen beschäftigen: Wie kommen wir in gute Beziehung zu Menschen mit Macht, um unsere Themen zu verhandeln? Wie wird man besser wahrgenommen? Wie können wir auf die internationalen Entwicklungen wie in Nahost reagieren und handeln? Wie bleibt man stark und im Handeln?

Zu Besuch beim neuen Staatssekretär

Gruppenbild Staatssekretär Kraus mit Vertreterinnen und Vertretern der Berliner Bürgerplattformen

Sieben Wochen nach seinem Amtsantritt besuchten wir den neuen Staatssekretär Kraus, der unser neuer Ansprechpartner im Senat MVKU für das Thema der muslimischen Gräberfelder ist.

Ende September hatte der Senat beschlossen, dass Bezirksämter schon jetzt die Einrichtung religiös gebundener Friedhofsflächen anstoßen können, obwohl der neue Friedhofsentwicklungsplan erst in ein paar Jahren fertig sein wird. Politischer Rückenwind für muslimische Gräberfelder in den Bezirken und eine Folge der Runden Tische zum Thema beim Senat, die wir mit angestoßen haben. Wir freuen uns darüber und werden den Prozess weiter begleiten.

Pressemitteilung Senat 30.9.2025

Mitmachaktion auf einem muslimischen Gräberfeld

Mitmachaktion Muslimisches Gräberfeld Frühjahrsputz

Seit einigen Monaten arbeiten die Bürgerplattformen verstärkt mit dem Naturschutzbund Berlin zusammen. Unsere Interessen überschneiden sich: Wir setzen uns für mehr muslimische Gräberfelder in der Stadt ein. Und der Naturschutzbund möchte Friedhöfe als kühle Ruhe- und Rückzugsorte für Mensch und Tier in der Stadt erhalten.

Am 9. Mai riefen wir auf zu einer ersten gemeinsamen Aktion „Frühjahrsputz“ auf dem muslimischen Gräberfeld auf dem Neuen Friedhof der 12-Apostel-Gemeinde in Schöneberg.

Dabei wollten wir die Tier- und Pflanzenwelt auf dem Friedhof kennenlernen und unterstützen. Wir sammelten Müll, setzten Blumenzwiebeln, pflanzten heimische Sträucher und schichteten Totholz auf als Unterschlupf für Igel und anderes Getier. Aber wir erlebten auch, wie der Friedhof von Angehörigen für Trauer und Gebet genutzt wurde.

Eine praktische Erfahrung an einem lauen Frühlingstag. Weitere gemeinsame Aktionen werden folgen.

Klausurtag 2025

Bild von Sami Atris

In den Räumen der Deutschen Islam-Akademie haben wir die Ziele und Schwerpunkte der Berliner Bürgerplattformen für das laufwende Jahr besprochen. Wir wollen uns besonders um neue Mitgliedsgruppen und Einzelpersonen kümmern, aber auch die Beziehungen untereinander vertiefen. Zivilgesellschaftliches Engagement ist gerade heute sehr wichtig – da waren wir uns einig.